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Wer wir sind und was wir tun

Wir sind Eltern, die sich für sichere Geburten und eine bessere Geburtshilfe engagieren. Unter Geburtshilfe verstehen wir nicht nur die konkrete Begleitung von Geburten durch Hebammen und Gynäkolog:innen, sondern auch die Schwangerschaftsvorsorge und die Versorgung der frisch gewordenen Eltern im sog. Wochenbett bzw. im ersten Lebensjahr des Kindes.

Familien wollen wir Orientierung, ein breites Netzwerk und wissenschaftlich fundierte Informationen bieten. In diesem Sinne verstehen wir uns als eine starke und schützende Gemeinschaft, die sich für die Belange von Familien rund um die Geburt einsetzt.

Doch warum ist es überhaupt nötig, sich für eine bessere Geburtshilfe einzusetzen und was ist unsere Vision?


Übersicht


Warum es uns gibt

Ein Kind zu bekommen gehört für viele Eltern zur schönsten Erfahrung im Leben. Sie sollte geprägt sein von dem Vertrauen, während Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach sicher und gut betreut zu werden.

Doch in den vergangenen Jahren haben sich die Bedingungen in der geburtshilflichen Versorgung verschlechtert: 

  • zu wenig Aufklärung, Hebammen und Geburtsstationen 
  • zu viele medizinische Eingriffe und Gewalterfahrungen 
  • ein oft fehlendes Miteinander der Berufsgruppen
  • Nicht die Bedürfnisse der Familien stehen im Mittelpunkt allen Handelns, sondern wirtschaftliche, politische, juristische und berufsständische Interessen

Dieser Entwicklung will Mother Hood etwas entgegen setzen.

Unser Ziel ist eine frau- und familienzentrierte Geburtshilfe als Grundlage für sichere Geburten. Die Bedürfnisse des gebärenden Menschen, aber auch der Familie insgesamt, sind dabei richtungsgebend!

Doch was bedeutet das konkret für die Zeit von Schwangerschaft, Geburt und früher Familienphase?


Unsere Vision

Die Haltung gegenüber Familien: Vertrauen, Zuspruch und Bestärkung

Die frau- und familienzentrierte Geburtshilfe ist geprägt von einer besondere Haltung: Die begleitenden Personen (z. B. Hebammen und Gynäkolog:innen) vertrauen grundsätzlich den individuellen Fähigkeiten und Ressourcen von Frau und Familie. Diese Haltung ebnet gleichzeitig den Weg zu einem dringend notwendigen Selbstvertrauen der Frau in ihren eigenen Körper. 

“Die Versorgungsstrukturen müssen sich an die Bedürfnisse der Familien anpassen!“

Franziska Kliemt, Vorstand

Bereits die Schwangerschaftsvorsorge ist auf salutogenetischen Prinzipien ausgerichtet. Hebammen und medizinische Geburtshelfer:innen, aber auch die Frauen selbst, verstehen Schwangerschaft und Geburt als physiologische, d. h. natürliche, und nicht als pathologische, also krankhafte, Ereignisse. Medizinische Eingriffe in den natürlichen Schwangerschafts- und Geburtsverlauf werden möglichst vermieden und nur dann angewendet, wenn zwingende Gründe dafürsprechen.

Die freie Wahl: Geburtsort, Behandlung, Begleitung

Schwangere, Gebärende und ihre Familien können auf eine ihre persönliche Situation passende geburtshilfliche Versorgung vertrauen. Ihr Geburtshilfeteam können sie frei wählen. Ihnen steht grundsätzlich ein interdisziplinäres und kooperierendes Team aus Gynäkolog:innen, Hebammen und psychosozialen Berater:innen zur Verfügung.

Schwangere gebären dort, wo sie sich am wohlsten und sichersten fühlen. Dieser Ort ist sehr individuell. Was Sicherheit gibt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Neben dem persönlich wählbarem Geburtshilfeteam, ist daher die freie Wahl des Geburtsortes ein hohes Gut.

  • die Begleitung: Es ist die persönliche Entscheidung der Frau, welche Fachperson(en) sie während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleitet bzw. begleiten.
  • den Geburtsort: Jede Frau entscheidet selbst, wo sie ihr Kind bekommt – in einer Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause.
  • die Behandlung: Über Art und Umfang einer Behandlung bestimmt die Frau. Patientinnenrechte werden gewährt.


Was wir für eine bessere Geburtshilfe tun

Unsere Aktivitäten für eine bessere Geburtshilfe sind geleitet von dem Grundgedanken, dass jede Frau und ihre Familie ein Recht auf eine respektvolle, gute und sichere Versorgung rund um die Geburt und dem ersten Lebensjahr des Kindes hat.

Im Mittelpunkt stehen dabei die alles entscheidende Fragen: Was brauchen Menschen, um nach ihren Bedürfnissen selbstbestimmt schwanger sein und sicher gebären zu können? Welches betreuende Team aus Hebammen, Ärzt:innen und psychosozialen Fachpersonen ist nötig?

Diese Fragen müssen von den Akteur:innen im Gesundheitswesen für alle Entscheidungen zugrunde gelegt werden. Und genau hier ist unser Ansatz: in einen Austausch gehen und die Interessen von Familien selbstbewusst vertreten. Unsere Erfahrungen, Forderungen, Lösungen und unsere Vision von einer besseren geburtshilflichen Versorgung einbringen. 

Eine bessere Geburtshilfe setzt ein völlig neues Denken und Handeln aller Akteur:innen im Gesundheitswesen voraus. Wir sind angetreten, diesen Prozess aktiv mitzugestalten.

Wir haben uns seit der Vereinsgründung im Jahr 2015 viele Gedanken über Forderungen, Lösungen und Strategien gemacht. Entscheider:innen in Politik und dem Gesundheitswesen erwarten nämlich nicht nur, dass Probleme aufgezeigt werden. Sie wollen auch wissen, wie wir uns als kritische Eltern die Lösung von Problemen vorstellen. Aus diesem Grund veröffentlichen und verbreiten wir Unterlagen wie zum Beispiel unsere Forderungen und Lösungen.

Außerdem engagieren wir uns in vielen Bereichen und sind vielseitig unterwegs. 

Wir vertreten die Interessen von Frauen und ihren Familien

  • in fachlichen Gremien: als Patientinnenvertretung beratend bei Studienvorhaben, bei der Erstellung von Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses, bei medizinischen Leitlinien
  • im Dialog mit Ärzt:innen und anderen relevanten Berufsgruppen, die mit Familien arbeiten
  • in politischen Gremien: “Runde Tische” und Arbeitsgruppen der Bundesländer zur Geburtshilfe, als Sachverständige im Bundestag
  • gegenüber Politiker:innen des Bundestages, der Landtage und der Kommunen

Wir informieren die Öffentlichkeit

Aktuelle Infos rund um Corona
  • mittels Pressearbeit, d. h. Presseinformationen, Interviews, eigenen Artikeln und Stellungnahmen
  • via Social Media auf Instagram, Facebook und Twitter
  • über Anfragen von Betroffenen und ihren Familien
  • auf Messen und Podiumsdiskussionen, an Info-Ständen und durch Vorträge

Wir verwirklichen konkrete Projekte

Wir setzen auf ein starkes Netzwerk und engagieren uns in zahlreichen Organisationen

Gemeinsam stark sein ist ein wichtiger Pfeiler unserer Arbeit. Eine gute Zusammenarbeit und Vernetzung ist uns daher besonders wichtig! Wir halten Kontakt zu zahlreichen Initiativen und sind Mitglied in folgenden Organisationen: