Elterninitiative Mother Hood e.V. kritisiert Aussagen des CDU-Politikers Jens Spahn

Spahn: Politik sei nicht verantwortlich für eine flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe

Bonn, 31.08.2017. Der Verein Mother Hood, der sich bundesweit für eine Verbesserung der geburtshilflichen Versorgung einsetzt, zeigt sich nach einem Treffen mit Jens Spahn verwundert über dessen Aussagen. Am 18. August 2017 waren Dr. Pia Müller und Daniela Koch von Mother Hood an einem Wahlkampfstand in der Wormser Innenstadt mit dem CDU-Politiker ins Gespräch gekommen.

Spahn, der als Vorsitzender des Bundesfachausschusses Gesundheit und Pflege der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Gesundheitsthemen vertraut ist, zeigte sich im Gespräch den Sorgen werdender Eltern gegenüber nicht sehr aufgeschlossen. „Eine Geburt passiert ja nicht plötzlich und auch nicht alle zwei Wochen. Da kann man schon mal bereit sein, weiter zu fahren“, kommentierte Spahn den bundesweiten Trend der schließenden Kreißsäle, der insbesondere in ländlichen Gebieten zu einer medizinischen Unterversorgung führt. Zudem sehe er nicht die Politik in der Pflicht, für eine flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe zu sorgen.

Offener Brief

Mother Hood e.V. nimmt zu den Aussagen Spahns in einem Offenen Brief Stellung. Der Verein sieht es durchaus als Aufgabe der Politik an, die Geburtshilfe als existenziellen Teil der medizinischen Versorgung anzuerkennen und eine Situation zu schaffen, in der werdende Mütter und Babys sicher versorgt werden können.

Bildnachweis: Jens Spahn (CDU) im Gespräch mit Dr. Pia Müller (Mother Hood e.V.) in Worms © Mother Hood e.V.

Bild zum Download

Offener Brief als PDF zum Download

Über Mother Hood e. V.:

Bei Mother Hood e.V. setzen sich Eltern bundesweit für eine gute Versorgung von Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt ein. Durch Kreißsaalschließungen, Personalmangel in Kliniken und Lücken in der Hebammenversorgung ist eine sichere Geburtshilfe nicht mehr überall gegeben. Zu den Hauptforderungen von Mother Hood gehören unter anderem die 1:1-Betreuung durch eine Hebamme und das Recht auf die freie Wahl des Geburtsortes (www.mother-hood.de).

Pressekontakt:

Mother Hood e . V. - Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr, Brahmsstr. 12A, 53121 Bonn.

Katharina Desery, Tel. 0163/ 7274735, E-Mail: k.desery@mother-hood.de.