Mother Hood e.V. spricht auf Demonstration in Düsseldorf

Redebeitrag von Katharina Desery, Vorstand Mother Hood e.V.

Demonstration des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) zum Welthebammentag am 5.5.2017 in Düsseldorf

"Mein Name ist Katharina Desery vom Verein Mother Hood und ich möchte hier für alle Familien sprechen! Denn wir Familien sind es, die von der aktuellen Situation in der Geburtshilfe am stärksten betroffen sind! Wir sind die Leidtragenden, wenn immer mehr Hebammen aus ihrem Beruf aussteigen müssen. Uns betrifft es zuallererst, wenn Geburtsstationen einfach geschlossen werden.

Immer öfter müssen Frauen in überfüllten Kreißsälen ihre Kinder bekommen. Immer öfter reicht das Personal nicht aus, um eine Geburt sicher zu betreuen. Immer mehr Frauen fahren unter Wehen weite Wege bis zur nächsten Klinik - weil sie von einem überfüllten Kreißsaal abgewiesen wurden, oder die Geburtsstation in der Nähe dicht gemacht hat.

Wir Eltern sind mit unseren Fragen allein, wenn wir keine Hebamme für die Wochenbettbetreuung gefunden haben – und sitzen stattdessen mit unseren Neugeborenen in den Wartezimmern von Kinderärzten und Notfallambulanzen.

WIR SIND BETROFFEN!!

Wir lassen es uns nicht länger gefallen, dass unser teuerstes Gut, die Gesundheit unserer Kinder, schon bei der Geburt auf´s Spiel gesetzt wird.

Wir haben deshalb die bundesweit aktive Elterninitiative Mother Hood gegründet, um auf diese Missstände in der Geburtshilfe aufmerksam zu machen! Wir fordern von Politikern, Vertretern der Krankenkassen und Krankenhäuser sich gemeinsam mit uns für eine Lösung der Probleme einzusetzen!

Wir brauchen eine gute und sichere Betreuung während Schwangerschaft, Geburt und in der Zeit danach. Und um diese Betreuung sicherzustellen, brauchen wir genügend Hebammen – damit unsere Kinder einen guten und sicheren Start ins Leben haben!"