Unser Kommentar zum neuen Gesundheitsminister Jens Spahn

Quelle: Jens Spahn

Jens Spahn als neuer Gesundheitsminister! Das löste nicht nur in der Presse, sondern auch unter unseren Mitgliedern und jenen, die sich mit der aktuellen Situation in der Geburtshilfe befassen, ein großes Echo aus.

“Seit Monaten ist die angespannte Situation in der Geburtshilfe in den Medien dauerhaft präsent. Auch Mother Hood e.V. hatte Jens Spahn im vergangenen Sommer mit dem Thema direkt konfrontiert. Es ist ihm also bekannt.” so Katharina Desery von Mother Hood e.V. .“Wir erwarten, dass Jens Spahn sich schnellstmöglich aktiv für eine sichere geburtshilfliche Versorgung einsetzt.”

Als Gesundheitsminister muss Jens Spahn bewusst sein, dass eine unzureichende Versorgung das Wohlergehen von Mutter und Kind gefährdet und gesellschaftlich nicht hinnehmbar ist.

Langfristig führt die geburtshilfliche Unterversorgung zu vermeidbaren zusätzlichen Kosten für die Allgemeinheit. Aus diesem Grund muss die Gesundheitspolitik der nächsten Jahre in eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe und somit präventive und nachhaltige Geburtshilfe investieren. Dazu gehört eine bedarfsorientierte Bezahlung der Geburtshilfe, die nicht planbare Leistungen wie Geburten und deren hohen Vorhaltekosten leistungs- und kostengerecht abbildet.

Zum anderen benötigen wir einen festgelegten Personalschlüssel für die Betreuung von Geburten. Wissenschaftlich belegt ist, dass eine kontinuierliche 1zu1-Geburtsbegleitung für Kind und Mutter die größtmögliche Sicherheit bietet.

In die Geburtshilfe zu investieren heißt also, in eine gesunde Gesellschaft zu investieren!

Jens Spahn hat uns bereits im vergangenen Sommer einen Austausch zum Thema Geburtshilfe angeboten. Herr Spahn, wir nehmen Sie beim Wort und freuen uns auf ein baldiges Treffen!