Mother Hood bewertet Beschluss des Berliner Runden Tisches positiv

Anja Mocker von unserer Regionalgruppe Berlin (li.) und Katharina Desery vom Vorstand auf dem Weg zum Runden Tisch des Berliner Senats (c) Mother Hood e. V.

Die Bundeselterninitiative Mother Hood e. V. begrüßt das vom Runden Tisch am 1. Februar beschlossene Aktionsprogramm “Für eine gute und sichere Geburt in Berlin”. Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kolat hatte vergangenen September zum Runden Tisch geladen. Mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter von Eltern, Hebammen, Kliniken, Ausbildungsstätten sowie Ärzte haben seitdem über Maßnahmen beraten, die die angespannte Lage bei der Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und Kindern verbessern soll. Der Runde Tisch unter Beteiligung von Mother Hood wird fortgesetzt, um die Umsetzung des Aktionsprogramms zu begleiten.

“Wir freuen uns, dass sich ein Bundesland in so kurzer Zeit für eine Verbesserung der Situation rund um die Geburt eingesetzt hat”, sagt Franziska Kliemt, Vorstand von Mother Hood. “Doch die Lage ist bundesweit verheerend, sodass wir uns konkrete Maßnahmen auch in anderen Bundesländern wünschen.”

Aus Sicht von Mother Hood verdienen folgende Punkte besondere Beachtung:

  • Die Senatorin wird sich für eine Personaluntergrenze auf Geburtsstationen einsetzen. Mehr Personal wird zu einer besseren Betreuung führen.
  • Mit einer App des Berliner Hebammenverbandes zur Hebammensuche könnten mehr Frauen eine Hebamme für Vorsorge, Geburt und Wochenbett finden.
  • Die Informationen für Schwangere sollen im Sinne einer “sensiblen und situationsgerechten Kommunikation” zwischen ihnen sowie Ärztinnen und Ärzten in den Geburtskliniken und Praxen überarbeitet werden.
  • Die Krankenhäuser verpflichten sich, bei Engpässen besser zu kooperieren und das Personal im Umgang mit Hochschwangeren zu schulen.

Weitere Maßnahmen sind: die Ausbildungskapazitäten für Hebammen werden erhöht, Kliniken werden beim Ausbau ihrer Kreißsäle finanziell unterstützt, die Akademisierung des Hebammenberufes soll vorangebracht werden, es wird ein Programm zu mehr Transparenz bei Kreißsaalkapazitäten eingeführt.

“Wir werden genau beobachten, ob sich die extrem angespannte Lage für die Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen tatsächlich verbessern wird und was getan werden muss, sollten die beschlossenen Maßnahmen nicht erfolgreich sein.”, sagt Franziska Kliemt.

Weitere Informationen auch hier: http://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/stationaere-versorgung/krankenhaus-versorgung/ .