Publikationen rund um das Thema Geburt

Mother Hood möchte in eigenen Veröffentlichungen über Ammenmärchen und Mythen rund um Vorsorge, Geburt und Wochenbett aufklären.

  • Funktionierende GeburtsmodelleDie Autorin des Originaltextes, Robbie Davis-Floyd, ist Anthropologin. Sie hat die folgenden Kriterien aus einer großen Anzahl unterschiedlicher Quellen (anthropo- logischer, geburtshilflicher, medizinischer und sozialwissenschaftlicher Literatur aus dutzenden von Herkunftsländern und von unterschiedlichsten Verfassern) herausgearbeitet. Auch die Daten wichtiger internationaler Organisationen, wie der Cochrane Collaboration und der WHO, wurden berücksichtigt.
  • Die fünf häufigsten RoutineinterventionenDie folgenden fünf Maßnahmen gehören zu den sogenannten „Routineinterventionen“ in der Geburtshilfe – derart Routine, dass sie häufig nicht einmal im Geburtsbericht vermerkt werden. Zu allen gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass sie nicht hilfreich, im schlimmsten Fall sogar schädlich für Mutter und Kind sein können.
  • Vergleich: außerklinische und klinische Geburten 2011 in Deutschland
  • Das Mikrobiom: menschliche Nähe zum Schutz vor KrankheitenDas Mikrobiom spielt eine entscheidende Rolle bei lebensnotwendigen physio- logischen Vorgängen wie der Verdauung und der Immunabwehr. Es schafft die Grundlage des Immunsystems [6, 9, 11, 35]. Das Immunsystem eines Babys kommt naiv auf die Welt. Für den Lernprozess, in dem der Körper des Babys lernt, freundliche von feindlichen Mikroben zu unterscheiden, stellt die Erst- besiedlung durch Mikroben einen wichtigen Reiz dar [12]. Dies passiert genau einmal im Leben: bei der Geburt. Die Zusammensetzung des Mikrobioms kann sich im weiteren Lebenslauf ändern, die Grundierung des Immunsystems ist jedoch fest.
  • Die vordere Muttermundslippe: Wie man einen einwandfreien Geburtsverlauf ruiniertVon diesem Szenario höre ich immer und immer wieder: Eine Frau weht vor sich hin und alles ist gut. Sie beginnt, während der Wehen mitzuschieben und ihre Hebamme ermutigt sie, ihrem Körper zu folgen. Nach einer Weile unter–sucht die Hebamme, um „zu sehen, was passiert", und entdeckt eine Mutter–mundslippe. Der Frau wird gesagt, dass sie aufhören solle mitzuschieben, da sie noch nicht vollständig eröffnet sei und sich selbst verletzen werde. Ihr Körper lügt sie an – sie ist noch nicht bereit. Die Frau ist irritiert und verängstigt. Sie kann nicht mit dem Mitschieben aufhören und kämpft gegen ihren Körper, was den Schmerz verstärkt. (Mit Empfehlungen für Geburtshelfer*innen.)