Geburten nicht mit planbaren Operationen vergleichbar

Operative Eingriff in die Geburt müssen die Ausnahme sein.

Bonn, 02. März 2017. Die bundesweite Elterninitiative Mother Hood e.V. spricht sich gegen die aktuell von der AOK veröffentlichten Forderungen zur weiteren Zentralisierung in der Geburtshilfe aus. Mindestmengen führen nachweislich nicht zu besseren Ergebnissen bei Mutter und Baby. Die dazu häufig zitierten Studien haben sich als nicht belastbar erwiesen.

Geburten lassen sich nicht mit planbaren Eingriffen, wie Hüft- oder Knie-OPs, vergleichen. Krankenkassen und Gesundheitspolitiker müssen stattdessen den Fokus auf die Vermeidung operativer Eingriffe, wie zum Beispiel Kaiserschnitte, legen. Dazu ist nachgewiesenermaßen vor allem die kontinuierliche 1:1-Betreuung durch eine Hebamme der Erfolgsfaktor Nr. 1.

Wollen die Krankenkassen eine sichere und gute Geburtshilfe fördern, müssen sie angesichts steigender Geburtenzahlen dringend den Trend der bundesweiten Kreißsaalschließungen stoppen. Dies würde zudem überflüssige Kosten für die Versichertengemeinschaft vermeiden.

Über Mother Hood e. V.:

Bei Mother Hood e.V. setzen sich Eltern bundesweit für eine gute Versorgung von Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt ein. Durch Kreißsaalschließungen, Personalmangel in Kliniken und Lücken in der Hebammenversorgung ist eine sichere Geburtshilfe nicht mehr überall gegeben. Zu den Hauptforderungen von Mother Hood gehören unter anderem die 1:1-Betreuung durch eine Hebamme und das Recht auf die freie Wahl des  Geburtsortes (www.mother-hood.de).

Pressekontakt:

Katharina Desery

Tel. 0163/ 7274735, E-Mail: k.desery@mother-hood.de

Mother Hood e . V. - Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr, Brahmsstr. 12A, 53121 Bonn.